Schielen
Schielen: Wenn die Augen nicht richtig zusammenarbeiten
Schielen (Strabismus): ist eine Fehlstellung der Augen, bei der die Sehachsen nicht parallel verlaufen und die Augen somit nicht in dieselbe Richtung blicken. Diese Abweichung kann sich als Einwärtsschielen (Esotropie), Auswärtsschielen (Exotropie) oder Höhenschielen zeigen. Schielen tritt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auf und kann unbehandelt das Sehvermögen sowie die Sehqualität deutlich beeinträchtigen.
Gut zu wissen
Schielen: Erworbene oder angeborene Ursachen
Häufig entsteht Schielen als Folge von Fehlsichtigkeiten, meist durch Weitsichtigkeit. Dabei versucht das Auge, das Bild scharfzustellen, wodurch sich die Sehachse verschiebt und ein sogenanntes akkommodatives Schielen auftritt.
Angeborenes Schielen (frühkindliche Esoptropie) tritt meist in den ersten Lebensmonaten auf. Es wird nicht allein durch eine Fehlsichtigkeit verursacht, sondern beruht auf Es einer Störung des koordinierten, beidäugigen Sehens. Typisch ist ein deutliches Innenschielen, das entweder ein Auge dauerhaft oder beide Augen abwechselnd betreffen kann (alternierende Fixation).
Eine Schwäche oder Lähmung der Augenmuskeln kann Schielen verursachen. Ursachen dafür sind neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle oder andere Störungen des Zentralnervensystems. Auch Stoffwechselerkrankungen, etwa Diabetes, können dazu führen.
Typische Beschwerden und Symptome
Schielen kann verschiedene Symptome verursachen, die je nach Art und Schweregrad der Erkrankung variieren. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Sehprobleme und Doppeltsehen
- Verlust der Tiefenwahrnehmung bzw. des Räumlichen Sehens
- Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen
- Schwachsichtigkeit (Amblyopie)
Therapie: Abhängig von Ursache, Alter und Schwere des Schielens
Brillen oder Kontaktlinsen:
Bei Schielen, das durch Fehlsichtigkeiten verursacht wird, kann eine geeignete Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen helfen, die Augen wieder richtig auszurichten. Dies kann das Schielen verringern oder ganz korrigieren, insbesondere bei Kindern.
Okkulusionstherapie:
Besonders bei Kindern, deren Schielstellung sich nicht vollständig mit einer Korrektur der Fehlsichtigkeit beheben lässt, wird zusätzlich eine Therapie mit Augenpflastern (Okklusionsbehandlung) empfohlen, um die Entwicklung einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie) zu vermeiden. Dabei wird das stärkere Auge abgedeckt, um das schwächere Auge zu trainieren und dessen Sehfähigkeit zu fördern.
Prismatische Gläser:
Da das Gehirn versucht, die Bilder beider Augen zu kombinieren, kann es zu zusätzlicher Belastung führen, was sich in Augenmüdigkeit und Kopfschmerzen äußern kann.
Schieloperation:
Bei Erwachsenen oder bei Kindern, bei denen konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine Operation notwendig sein. Bei einer Schieloperation wird die Länge oder Position eines oder mehrerer Augenmuskeln so verändert, dass die Augen wieder in die richtige Position gebracht werden.
Botox-Injektionen:
In bestimmten Fällen kann auch eine Injektion von Botulinumtoxin (Botox) in einen Augenmuskel helfen, um eine vorübergehende Lähmung des Muskels zu erreichen und das Schielen zu korrigieren.
Neurologische Behandlung:
Wenn das Schielen durch eine neurologische Erkrankung verursacht wird, kann die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung (z. B. Schlaganfall, Trauma oder Muskelerkrankung) notwendig sein, um das Schielen zu beheben.
Warum Sie sich für uns entscheiden sollten
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